Startseite   ›  Gewinnen   ›  «Er ist mein Held!» – Gratis zu Frank Turner & Co an die Musikfestwochen Winterthur 2016
Sonntag, 07. August 2016, 23:21 Uhr. elb. openairguide.net verlost Tickets für den Sonntag, 28. August 2016 an den Musikfestwochen Winterthur mit Frank Turner, Band Of Skulls & Co. 27 CH-Konzerte stehen bisher in Frank Turners Chronik – wie z.B. Show Nr. 1695 am Open Air St. Gallen 2015. Photo: 27 CH-Konzerte stehen bisher in Frank Turners Chronik – wie z.B. Show Nr. 1695 am Open Air St. Gallen 2015.
«Mir ist vor allem die Livequalität einer Band wichtig.» – So äusserte sich Matthias Schlemmermeyer, Bookingverantwortlicher der Musikfestwochen Winterthur, vergangenen April im «Landbote», nachdem die erste Tranche an Acts für die 41. Ausgabe des Traditionsfestivals vom 17. bis 28. August 2016 in der Winterthurer Altstadt bestätigt worden war. Was unter dem Begriff Livequalität zu verstehen ist? Schlemmermeyer: «Dass Leute Lust bekommen, die Band immer wieder auf der Bühne zu erleben.»

Faszination Frank Turner
Einer derjenigen Künstler, dem diese Fertigkeit nachgesagt wird und dessen Fanbase sich laufend zügig vergrössert, ist Frank Turner. Nach seinem Auftritt am Gurtenfestival vor wenigen Wochen wird Turner am Sonntag, 28. August 2016 die Abschlussshow in der Winterthurer Steinberggasse bestreiten. Zu diesem Zeitpunkt wird der 34-jährige Brite bereits die sagenhafte Anzahl von über 1950 (!) Konzerten in seiner Laufbahn absolviert haben.

Doch was steckt hinter der Faszination Frank Turner? Einer der es wissen könnte bzw. selber mit dem Turner-Virus infiziert wurde, ist Fabian Meier (36), Historiker und Bürogummi aus Schaffhausen. Er hat bis anhin zwölf dieser berüchtigten Frank-Turner-Auftritte miterlebt. Wie erklärt er sich das Phänomen Turner?

Fabian Meier
Fabian Meier (36) aus Schaffhausen. Unschwer erkennbar: ein Frank-Turner-Fan.

Fabian's Frank-Turner-Gigography
25.2.2009 Soloshow (Support von The Gaslight Anthem), Mascotte, Zürich16.12.2009 Hafenkneipe, Zürich
28.03.2010 Exil, Zürich22.8.2010 Musikfestwochen, Winterthur
9.12.2011 Fest Van Cleef, Bielefeld17.12.2011 Abart, Zürich
31.3.2012 Bierhübeli, Bern14.7.2012 Gurtenfestival, Bern
27.12.2012 Soloshow, Abart, Zürich2.5.2013 Schüür, Luzern
10.3.2014 Dynamo, Zürich19.1.2016 Volkshaus, Zürich


Wie war 2009 dein erstes Mal mit Frank? Wie bist du damals auf ihn gestossen?
Fabian: Ich wollte The Gaslight Anthem im Mascotte in Zürich sehen, die ich damals rauf und runter hörte und freute mich auch sehr über den Support von Polar Bear Club. Frank Turner kannte ich dagegen nicht und nervte mich tödlich, dass noch irgendsoein englischer Songwriter – sogar nach den grandiosen Polar Bear Club – auftreten sollte. Naja, als Frank allein auf der Bühne loslegte, hing ich ihm einfach an den Lippen und der Ärger war wie weggeblasen. Das war einfach ehrlich, authentisch, witzig und berührend und packte mich sofort. Als ich nach dem Konzert nach Hause kam, habe ich mir umgehend eine Frank-Turner-Playlist zusammengestellt.

Dein bestes Konzerterlebnis mit Frank Turner?
Mein Konzerthighlight ist sicher die Show im abart von 27. Dezember 2012. Da spielte Frank solo ohne seine Band. Es war der drittletzte Abend, bevor das Abart leider schliessen musste und Franks Geburtstag stand um Mitternacht an. Deswegen liess er es sich nicht nehmen, einfach immer weiterzuspielen und witzige Anekdoten zu erzählen, bis endlich 00:00 Uhr war und das Publikum ihm ein Ständchen darbringen konnte. Er performte an diesem Abend so viele Songs, die er sonst nur sehr selten spielt, es war so eine euphorische, einmalige Stimmung – und es war auch das längste Frank-Konzert, das ich bisher erlebt habe.

In einem Satz: Was sagst du Leuten, wenn du begründest, warum du so viele Konzerte von Frank Turner ansiehst?
Er ist mein Held!

Und wie reagieren diese Leute, wenn sie von deiner Frank-Mania hören?
Ich glaube, einige finden das schon etwas komisch, dass ich ihn mir wieder und wieder ansehe. Aber ausgelacht hat mich noch niemand, denn ich kann das ja auch begründen – auf verschiedenen Ebenen. Zum Beispiel ist Frank mir nur schon sympathisch, da er, wie ich, Geschichte studiert hat. Eine von mir angefixte Freundin beschreibt ihre Reaktion auf meine Mania zudem folgendermassen: «Nun ja, du vermittelst dabei ja nicht den Eindruck eines verwirrten Irren. Ich fand es durchaus positiv, dass du dich so loyal gegenüber einem Künstler zeigst, dass du trotz kleinerer Enttäuschungen ihm die Stange hältst. Du kennst dank deiner vielen Konzertbesuche die Geschichten hinter den Songs. Und du schaffst es, andere Leute zu überzeugen, dass er es wert ist, sich länger mit ihm respektive seiner Musik zu beschäftigen. Und anzufixen. Und sich Bandshirts zu kaufen.»

«Ich zögerte etwas, bevor ich mir Tickets für seine Volkshaus-Show im Januar 2016 kaufte. Nun, was soll ich sagen? Ich bin ein Depp, dass ich auch nur einen Moment gezögert habe.. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich gegangen bin, das war nämlich eines der allerbesten Frank-Konzerte, die ich bisher miterlebt habe!

Fabian Meier (36), Frank-Turner-Fan


Was zeichnet Frank aus?
- Er schafft es, jedes Konzert so zu spielen, als wäre es sein erstes oder letztes. Keine Show ist pure Routine – auch nicht nach über 1943 Konzerten (Stand 06. August 2016). Er gibt immer Vollgas, Herzblut und geht auch auf sein Publikum ein. So spielt er zum Beispiel den Song «Eulogy» jeweils in der Sprache des Landes, in dem er gerade auftritt – und ja: natürlich auch auf Schweizerdeutsch.
- Bis heute mischt er sich nach den Konzerten (oder auch mal davor) ins Publikum und spricht mit allen, die wollen und zeigt dabei jeweils auch Interesse an seinem Gegenüber – alles Andere als abgehobenes Rockstargepose. Er ist einfach ein cooler Typ und ich finde es wunderbar, dass er so nahbar ist.
- Auf der Bühne ist er einfach unschlagbar. Er ist extrem authentisch, voller Energie. Er gibt immer alles in seinen Songs und für die Zuhörer. Frank hat so eine unglaubliche Ausstrahlung, dass man ihm einfach unwillkürlich an den Lippen hängt als Zuschauer.
- Es gibt wohl kaum einen anderen Künstler, der so oft unterwegs ist. Nicht zu verachten dabei: Er spielt auch heute noch Konzerte in Miniklubs in Ländern, die nicht so einfach zu bereisen sind und wo er auch nicht so bekannt ist Da bleibt finanziell unterm Strich sicherlich nicht viel übrig. Trotzdem sind diese Shows Frank genau so wichtig wie ausverkaufte grosse Hallen in Grossbritannien.
- Franks Songs sind fast alle autobiographisch oder kommen zumindest so rüber. Er legt seine Gefühle und Gedanken offen und lässt in sein tiefstes Inneres blicken. Ohne viel Schnickschnack bei Text und Musik und trotzdem immer auf den Punkt.
- Er erzählt in seinen Liedern Geschichten, die wenig Raum für Interpretation lassen. Und das finde ich auch mal ganz schön: Dass man sich nicht immer fragen muss, was der Künstler mit einem Song wohl sagen wollte. Stattdessen sagt er ganz deutlich, worum es geht – ohne dass die Texte dadurch allerdings irgendwie banal würden.


Und das kommt offensichtlich beim Publikum an..
Ich glaube alle Leute, mit denen ich je auf einem Frank Turner-Konzert war, gingen nachher wieder an eines. Es gibt niemanden darunter, der nach einem einzigen Frank-Konzert genug gehabt hätte. Auch weite Anreisen schrecken da oftmals nicht ab. Das sagt doch eigentlich alles aus..


Bevor Frank Turner den Schlusspunkt markiert, werden am Sonntag, 28. August 2016 zuvor noch die UK-Rockband Band Of Skulls (für Fans der Blood Red Shoes oder The Kills) und die Punk-Rock-Pioniere Pennywise in der Winterthurer Steinberggasse auftreten. Beginn ist um 16:30 Uhr, Tickets sind zum Preis von 69 Franken erhältlich.

In freundlicher Zusammenarbeit mit den Musikfestwochen Winterthurer verlost 2x2 Tickets u.a. für den Konzertabend mit Frank Turner, Band Of Skulls und Pennywise. Das Wettbewerbsformular sowie eine weitere Ticketverlosung für die Musikfestwochen befinden sich am Ende dieses Artikels.


Musikfestwochen 2016: Mit musikalischen Perlen bestückt – wie immer
Sie haben es auch diesen Sommer wieder hingekriegt mit den Perlen im Line-Up der Musikfestwochen Winterthur 2016. Da wäre zum Beispiel der (kostenpflichtige Samstag)Abend der melancholischen Melodien mit dem einnehmenden Trio Daughter, dem poppigen Tom Odell sowie dem schwedischen Newcomer Elias, der nach zwei verschobenen bzw. schliesslich abgesagten Konzerten es dieses Mal wohl nun endlich mit seiner ersten Schweizer Show schaffen sollte.

Und da ist das Gratisprogramm mit Acts wie den lässigen Local Natives aus den USA, dem bezaubernden und zeitgemässen Elektro-Pop von Oh Wonder (auch sie absolvieren in Winterthur ihren ersten Auftritt in der Schweiz), den wunderschönen Arrangements, einer der berührendsten Baritonstimmen derzeit und nagelneuen Songs mit The Slow Show oder Die Nerven, der deutschen Band, die es mit einem schroffen Mix aus Indie-Rock und Post-Punk auf den Punkt bringt.



Doppelte Präsenz erhält zudem das israelische Tel Aviv – in Form von Lola Marsh, einer Indie-Popband, die diesen Sommer so ziemlich auf allen angesagten Festivals Europas präsent ist, und den drei Schwestern von A-Wa, die traditionelle nahöstliche Folklore mit Elektro vermischen.

Eine Fusion der besonderen Art bieten die beiden Deutschen Grandbrothers. Bei ihnen trifft Piano auf Electronica, was in einem äusserst hypnotisch wirkenden Ambientsound mündet. Abgerundet wird das Programm schliesslich u.a. mit einer Portion Folk – einmal Kanada (Ben Caplan), einmal Irland (Colm Mac Con Iomaire, Bestandteil von The Frames, derjenigen Band rund um den mittlerweile bestens bekannten Glen Hansard) und einmal Rom/Dublin/Berlin (Fil Bo Riva – obacht, Stimme!) – und einem sehr guten Händchen, was die Auswahl Schweizer Acts betrifft: Bravo für Faber, Pablo Nouvelle, Puts Marie und Serafyn.



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