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Deutlich mehr Besucher als im Vorjahr

Greenfield 2010 - dank Rammstein ein Erfolg

Dienstag, 15. Juni 2010, 17:39 Uhr. elb. Vergangenes Wochenende ist die sechste Auflage des Greenfield Festivals in Interlaken BE (ch) mit Konzerten von knapp 45 Bands erfolgreich über die Bühne gegangen Nahe am Besucherrekord: das Greenfield Festival 2010 Photo: Thomas Hirsbrunner Nahe am Besucherrekord: das Greenfield Festival 2010
Die Zahlen sprechen für sich: 2010 konnte das Greenfield Festival mit rund 26'200 Zuschauern eine erfreulich hohe Anzahl Besucher im Berner Oberland begrüssen, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Der Zuschauerrekord aus dem Jahr 2008 wurde nur knapp verpasst.

Der Erfolg des Greenfield 2010 ist eng mit dem Auftritt des deutschen Headliners Rammstein verknüpft. Deren pompöses Konzert, das die brachialen Songs der Band mit Lichteffekten und Feuerwerk im Minutentakt verband, lockte gemäss Angaben der Veranstalter nahezu alle Besucher auf das Festivalgelände. Der Camping- und Partybereich des Festivals sei in dieser Zeit fast leer gewesen.

Die kostenintensive Verpflichtung von Rammstein - unbestätigten Informationen zufolge soll die Band rund 800'000 Franken für ihren Auftritt kassiert haben - dürfte sich demzufolge für die Organisatoren ausbezahlt haben. Auch logistisch war ein Sondereffort nötig: Acht Lastwagen und 50 Helfer waren nötig, um die Show von Rammstein, die bisher aufwendigste Produktion in der Geschichte des Festivals, vorzubereiten.

Wie ein Blick in die Medienlandschaft zeigt, kamen neben Rammstein auch andere Bands wie die Beatsteaks oder The Hives und The Prodigy gut beim Publikum an. Während die deutsche Punk-Rockband um Sänger Arnim Teutoburg-Weiss mit einem sympathischen Auftritt die Gunst der Fans für sich eroberte, waren The Hives und The Prodigy mit ihren altbewährten Shows ebenfalls ein sicherer Wert. HIM, die finnische Band von Ville Valo, ging am Sonntag als Abschluss auf der Hauptbühne des Greenfield 2010 wortwörtlich im Regen unter, von dem das Festival bis am Sonntagmorgen noch verschont geblieben war. Zum Zeitpunkt des Auftritts der Finnen hatte nämlich der Grossteil der Besucher bereits die Heimreise angetreten.

Nach dem erfolgreichen Fazit der diesjährigen Ausgabe des Greenfield Festivals haben die Veranstalter bereits einen Blick in die Zukunft gewagt. So soll es 2011 am Greenfield ebenfalls hauptsächlich mit härterer Gitarrenmusik weitergehen. Dieses Jahr habe sich aber gezeigt, dass die musikalische Toleranz beim Publikum grösser geworden sei. So werden an der nächsten Auflage - auch aufgrund der direkten, harten Konkurrenz mit dem Sonisphere Festival - erneut einige Nicht-Rockbands in Interlaken begrüsst werden dürfen.

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