Startseite   ›  Magazin   ›  Southside 2010 - fast im Schlamm versunken
Mittwoch, 23. Juni 2010, 09:58 Uhr. elb. Regen und Schlamm dominieren die ausverkaufte Ausgabe 2010 des Southside Festivals, während die Veranstalter bereits wieder für die Zukunft planen Steter Begleiter am Southside 2010: der Schlamm. Photo: Hargesheimer Steter Begleiter am Southside 2010: der Schlamm.
Verkehrte Vorzeichen bei den grössten deutschen Festivals dieses Jahr. Hatte bis anhin meistens das Anfang Juni durchgeführte Zwillingsfestival Rock am Ring/Rock im Park mit Regen und kalten Temperaturen zu kämpfen, während das andere Doppelfestival Southside/Hurricane bei besseren Bedingungen ausgetragen wurde, war es 2010 genau umgekehrt.

Als am Donnerstag Tausende von Besuchern pünktlich zur Eröffnung des Campingbereiches des Southside 2010 im süddeutschen Neuhausen ob Eck eintrafen, wurden sie im Verlauf des Abends von heftigen Regenfällen 'begrüsst'. Das Festivalgelände verwandelte sich innert kürzester Zeit in eine riesige Sumpflandschaft. Dies führte schliesslich dazu, dass eine Vielzahl der angereisten Zuschauer, durchnässt oder durchgefroren, dem Festival noch vor Beginn wieder den Rücken kehrten und die Heimreise antraten.

Wie mittlerweile vom Festival kommuniziert worden ist, wurde zu diesem Zeitpunkt auch über eine Absage des Southside aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes nachgedacht. Mit Eisenplatten, Stroh und Hackschnitzel konnte dieses Szenario aber abgewendet werden. Die ersten Bands starteten
schliesslich plangemäss am Freitag auf dem von Schlamm übersäten Gelände. Dabei dominierte die Farbe Braun die Zeltplätze, Gehwege und die Bereiche vor den Bühnen.

Die knapp 80 Bands liessen sich aber nicht durch die widrigen Umstände ablenken und zeigten sich den rund 50'000 Besuchern des ausverkauften Festivals mehrheitlich von ihrer besten Seite. Durchs Band positive Kritiken erhielt der Auftritt der britischen Trip-Hop-Band Massive Attack, deren Set in der Nacht des Freitags auf dem Plan stand. Auch die Shows von Faithless, Kashmir, den Beatsteaks oder LCD Soundsystem kamen gut beim Publikum an. Geteilte Meinungen gab es über die Performances von The Strokes oder The xx, während die Konzerte von Deichkind ('immer die gleiche Show') und The Prodigy ('miese Soundqualität') eher schlecht wegkamen.

Die Veranstalter blickten derweil an der Medienkonferenz, die am Sonntag stattfand, bereits in die Zukunft. So soll das Southside auch 2011 an gleicher Stelle in Neuhausen ob Eck über die Bühne gehen. Noch nicht klar ist, an welchem der beiden letzten Juni-Wochenenden (19./26.) das Festival stattfinden wird. Die Preise für die Tickets sollen sich zudem im bisherigen Rahmen (um EUR 120,-) befinden. Es sei denn, ein teurerer Act wie z.B. die Red Hot Chili Peppers könnte engagiert werden. In diesem Fall müsste mit einer Preiserhöhung zu rechnen sein.

Ebenfalls verrieten die Organisatoren, dass sie gerne irgendwann einmal Rage Against The Machine für das Southside verpflichten würden und dass die Foo Fighters im kommenden Jahr wieder auf Tour sein sollen. Die genaue Zeitspanne dieser Tournee sei aber noch nicht bekannt. Das Festival würde sich aber um die Band um Frontmann Dave Grohl bemühen, wenn sie denn zum Zeitpunkt des Festivals verfügbar sei.

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