Startseite   ›  Magazin   ›  Mit der Anziehungskraft der Altstars - Das Openair Frauenfeld 2011 im Rückblick
Dienstag, 12. Juli 2011, 22:01 Uhr. elb. Total 143'000 Besucher haben das Openair Frauenfeld am vergangenen Wochenende erneut zum grössten Hip-Hop-Festival Europas gemacht. Zufriedenheit macht sich deshalb auch bei den Organisatoren breit 143'000 Besucher am Openair Frauenfeld 2011 Photo: openair-frauenfeld.ch 143'000 Besucher am Openair Frauenfeld 2011
"Wir ziehen eine durchwegs positive Bilanz", lässt sich Mediensprecher Joachim Bodmer vom Openair Frauenfeld landesweit zitieren und hat im Anschluss an die diesjährige Ausgabe wenig Anlass sich zu beklagen. Für die gefeierten Auftritte diverser Rap-Legenden wie Cypress Hill, dem Wu-Tang Clan oder Snoop Dogg sind zwar 5000 Zuschauer weniger als im Vorjahr in den Thurgau gepilgert, was angesichts des letztjährigen Monster-Line-Ups mit Weltstars wie Eminem oder Jay-Z aber nicht wirklich überraschend ist. Dass das Schweizer Fernsehen auf seiner Website über die mehr als 140'000 Zuschauer am Openair Frauenfeld 2011 dennoch von einer "durchschnittlichen Besucherzahl" spricht, ist indes nicht nachvollziehbar.


Snoop Dogg - Drop It's Like It Hot (Live at Openair Frauenfeld 2011)

Wie aus den Rückmeldungen der Besucher zu erfahren ist, die bereits auf die Umfrage von openairguide.net geantwortet haben, haben neben den amerikanischen Headlinern vor allem die Acts aus Deutschland zu begeistern gewusst. Ob Kool Savas am Freitagabend, Deichkind mit ihrem Elektro-Rap am Samstag oder Marteria und Altmeister Samy Deluxe am Sonntag: die Acts aus dem nördlichen Nachbarland ernteten durchs Band viele positive Kritiken.

Notiz am Rande: Sens Unik absolvierten am Sonntagnachmittag am Openair Frauenfeld 2011 ihren allerletzten Auftritt. Ein Blick zu Youtube verrät allerdings, dass der jüngere (Gross-)Teil des Festivalpublikums die Band aus Lausanne wohl nicht gekannt hat..

Joachim Bodmer
Joachim Bodmer - Mediensprecher Openair Frauenfeld


openairguide.net: Zwei Tage sind seit dem Festival vergangen, was war für dich das schönste Erlebnis am diesjährigen Openair Frauenfeld?

Joachim Bodmer: Am schönsten war für mich, dass es ein fröhliches und ausgelassenes Fest ohne Zwischenfälle war. Und ein Erlebnis war natürlich auch das DJ-Set von Questlove am Samstag im Piazza-Zelt.

Ich habe gelesen, dass dir besonders die Auftritte von Snoop Dogg und Public Enemy gefallen haben. Gab es auch Acts, die dich 2011 enttäuscht haben?

Bodmer: Kann ich so nicht beantworten. Persönlich habe ich leider nur sehr wenige Shows zu Gesicht gekriegt.

Das Schweizer Fernsehen hat mokiert, dass dieses Jahr die ganz grossen Namen gefehlt haben. Nüchtern betrachtet ist es wohl unmöglich, ein Headliner-Duo Eminem/Jay-Z zu toppen. Ist das nun Fluch oder Segen für euch, dass die beiden Rapper 2010 in Frauenfeld waren? Oder was antwortest Du diesen Leuten, die das Fehlen solcher Acts kritisieren?

Bodmer: Laut unserer Umfrage nach dem Festival steht das Schweizer Fernsehen bei unseren Besuchern überhaupt nicht hoch in der Gunst. Entsprechend kann man wohl sagen, dass das SF den Puls der Zeit nicht mehr wirklich fühlt.

Ein Blick in die Zukunft: Wann findet das Openair Frauenfeld im kommenden Jahr statt. Steht das schon fest?

Bodmer: Das wird in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.
(Anm. der Redaktion: Datum wurde kurz nach dem Interview bekannt: 06. bis 08. Juli 2012)

Diverse Schweizer (Rock-)Festivals haben bereits erste Headliner für 2012 veröffentlicht. Präsentiert ihr demnächst auch schon eure ersten Acts oder muss man sich da noch etwas gedulden?

Bodmer: Wir werden uns Zeit lassen.

Habt ihr Wunschacts, die ihr in nächster Zukunft unbedingt mal nach Frauenfeld holen wollt? Vielleicht Beyoncé, die ja am diesjährigen Glastonbury bewiesen hat, dass sie es auch auf den Festivalbühnen kann?

Bodmer: Kommt Zeit, kommt, Rat.. Wir werden aber definitiv wieder ein sehr gutes Programm bieten.

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