Startseite   ›  Magazin   ›  Was du am Open Air St. Gallen 2017 NICHT verpassen darfst
Donnerstag, 29. Juni 2017, 01:45 Uhr. elb. Endlich! Heute startet das 41. Open Air St. Gallen: Höchste Zeit für die wichtigsten 12 Tipps in jeglicher Hinsicht. Plus: Was man getrost versäumen darf. Heute geht es los im Sittertobel! Photo: Open Air St. Gallen Heute geht es los im Sittertobel!

Tipp 1: Parcels

Sonntag. 1330-1430. Sternenbühne



Beste Newcomer-Entdeckung bis jetzt im 2017. Als Vorgruppe von Two Door Cinema Club im Februar im X-Tra entzückend, am m4music wenige Wochen danach ü-b-e-r-r-a-g-e-n-d.

Warum? Unfassbar mitreissender Sound. Unfassbar unterhaltsam anzuschauende und anzuhörende Typen auf der Bühne. Die schrägsten Tanzmoves, die witzigsten Outfits aus den letzten paar Mode-Jahrzehnten, bunt gemischt.

Zugegeben, etwas gar viele Superlative für die Australier, die die 70er-Jahre-Disco zurück in die Neuzeit bringen.

Darum doch noch ein Bremsklotz: Der Slot am Sonntag um 1330 ist leider arg unglücklich.

Für Fans von: Jungle. Und dem letzten Daft-Punk-Album.







Tipp 2: Bilderbuch

Freitag. 1845-1945. Sitterbühne.



Spoiler: Wer in einem Set «Maschin» und «Bungalow» hintereinander vom Stapel lassen kann, hat eh schon gewonnen.

Über den Rest braucht man gar nicht allzu viele Worte zu verlieren: Hits, Hits, Hits. Unglaublich vielseitiger, innovativer, moderner Sound. Der charismatische Frontmann Maurice Ernst.

Und die grosse Frage, ob sie die herrliche Bühnendeko ihrer Wintertour wieder mit im Gepäck haben. Auf dem diesjährigen Gelände käme sie mutmasslich nicht überall gut in Tritt – und vor allem nicht wieder im Originalzustand zurück. ;)







Tipp 3: Justice

Freitagnacht. 0030-0200. Sitterbühne.



Pflichttermin. Was man von ihren anderen Festivalshows dieses Jahr bisher an Bild- und Videomaterial gesehen hat, weckt Vorfreude. Und die nostalgischen Erinnerungen an den Auftritt von Justice im Sittertobel im 2008: Wie grossartig war diese Show damals, bitte?!






Tipp 4: Roosevelt

Samstag. 1745-1845. Sternenbühne.



Elektro-Pop. Ungemein tanzbar und funky. Debütalbum letzten Sommer erschienen. Nach einer US-Tour und anschliessend fulminantem Auftritt im Papiersaal in Zürich auf steilem Weg nach oben. Hingehen!

Minuspunkt: Wie die Parcels ebenfalls mit einer etwas suboptimalen Auftrittszeit ausgestattet.







Tipp 5: Glass Animals

Freitag. 2115-2230. Sternenbühne.



Stichwort Bühnenbild zum wiederholten Mal. Aber es geht halt nicht anders. Da braucht man auch an der bilderbuchschen Satzstruktur von Tipp 2 gar nicht allzu viel zu ändern: Wessen Bühnendeko aus zwei grossen Kakteen, einer überdimensionalen Ananas-Discokugel (Spoiler: wird dementsprechend angeleuchtet) und einer Bassdrum in Gestalt des Wassermeloneninnerns besteht, ist zwangsläufig ein Gewinner.

Sind zudem ziemlich populär geworden in letzter Zeit, auf der ganzen Welt. Drittoberste Zeile, Position 9 auf dem diesjährigen Line-Up-Plakat des Coachella. Das Konzert im Plaza im vergangenen November wochenlang im voraus ausverkauft. Und zuletzt das Publikum am Primavera Sound in Barcelona in euphorische Zustände befördert.

1 ? für 1 goldene ?, ?? und 1 ?-bassdrum ?? #glassanimals #primaverasound #gooey #barcelona

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Tipp 6: alt-J

Samstag. 2030-2145. Sitterbühne.



Gettin' bigger and bigger.. Nur abwarten.. ;) Neues Album frisch veröffentlicht. Durchs Band sehr positive Kritiken für ihre jüngsten Festivalauftritte geerntet. Scheint, als ob man sich mit dem bisweilen durchaus sperrigen Sound der Briten immer mehr angefreundet hat. Erfreulich.

Aber Achtung: An Soloshows bis anhin stets überzeugender als an Festivals.






Tipp 7: Bear's Den

Samstag. 1930-2030. Sternenbühne.



Es war ein harziges Anfreunden mit ihrem zweiten Album. «Nichts ist mehr, wie es war – verblüffend, aber auch irritierend gleichzeitig», musste vergangenen Herbst konstatiert werden.

Und dann kam ihre Show im X-Tra, die alle Zweifel verfliegen liess. Sympathische Combo mit Sound für die Seele.

Mittendrin statt nur dabei: #gabriel ?? #bearsden #encore #inthecrowd #unplugged #goosebumps #acoustic

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Tipp 8: Voodoo Jürgens

Freitag. 1615-1700. Sternenbühne.



Ein echter Hingucker. Grossartiger Typ. Der neuste Hype aus Österreich. Besticht mit wunderbaren Songs der Sorte «Tulln» oder «Heite grob ma Tote aus». Natürlich garniert mit drolligem Dialekt zum Gernhaben.

Im vergangenen November im Stall 6 noch mit kleiner Begleitband inklusive Kontrabass unterwegs. Hoffentlich auch im Sittertobel wieder.







Tipp 9: Wanda

Donnerstag. 2145-2315. Sternenbühne.



Immer wieder Österreich! Für die liebenswerte Wanda muss man bei der ganzen, aufgekommenen Anti-Stimmung mal eine Lanze brechen.

Schon mal überlegt, dass sie vor dem Debüt-Release bereits so viele Songs im Köcher hatte und deswegen alsbald bereits das zweite, relativ ähnliche Album erschien?

Und klar: Sie spielen derzeit an so ziemlich jeder Hundsverlochete – ja sogar im August am Sound Of Glarus! :D Auch klar: Die etlichen Shows bringen gut Geld.

Aber Vorschlag zur Güte: Wie wärs damit, am Donnerstagabend zur Einstimmung mit einem Bier in der Hand noch einmal herzhaft zu Luzia, den beiden Schwestern, dem tiefen Loch und den stehengelassenen Weinflaschen mitzugrölen?

Sollte dann das dritte Album effektiv ein Reinfall werden, kann man ja immer noch mal über den Sinn und Unsinn dieser Band sprechen. Schon jetzt davon auszugehen, könnte allerdings relativ fatal ausgehen.

?#wanda #zurich #amore #schwestern #esistsoschönbeidir #1234

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Tipp 10: George Ezra

Freitag. 2030-2130. Sitterbühne.



Eine schöne (Erfolgs-)Geschichte, die dieser junge britische Herr innert kurzer Zeit hingelegt hat. Vom kleinen Exil in Zürich zu einem Slot zu bester Zeit auf der Sitterbühne im Sittertobel. Ist aber auch verdient. Richtig tolle Stimme, feiner Kerl.

Zum Glück auch mit Band ganz gut: #georgeezra #zurich #nicechap #soldout #girliepower

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Tipp 11: Focacceria


Nach den jüngsten Negativerfa(d)hrungen an dem doch durchaus als vorangehende Branchengrösse zu betrachtenden Primavera Sound in Barcelona ein Tipp der kulinarischen Art: Zwar nicht wirklich günstig, aber in Sachen Festivalfood eine veritable Offenbarung.



Tipp 12: Die Plaza-Bühne und die Campfire Stage


Wo sich das Open Air St. Gallen in eine gute Richtung entwickelt. Die Plaza-Bühne auf der Anhöhe ist innert Kürze zu einem absoluten Hingucker geworden. Sehr schöne Atmosphäre.

Das Plaza am Open Air St. Gallen im SittertobelDas Ambiente beim Plaza. (Bild: openairsg.ch)

Ähnliches Potenzial birgt auch die dieses Jahr neu lancierte Campfire Stage. Akustische Singer-Songwriter-Sounds (u.a. von Marius Bär) in charmanter Holzhütte mit Lagerfeuer-Romantik ennet der Brücke. Etwa dort, wo früher die Heubühne stand. Sicher mal ein Ausflug wert.

Die nagelneue Campfire Stage am Open Air St. Gallen im SittertobelFeiert dieses Jahr Premiere: Die Campfire Stage im Sittertobel. (Bild: Screenshot / FM1Today)

Und damit generell nichts an guter Musik vergessen geht. Für all jene, die keine Festival-App herunterladen wollen und mit dem offiziellen PDF nicht allzu glücklich sind..

Der Timetable aller relevanten Bühnen und Acts des Open Air St. Gallen 2017 für die einzelnen mit sämtlichen Überschneidungen:

• Donnerstag, 29. Juni 2017
• Freitag, 30. Juni 2017
• Samstag, 01. Juli 2017
• Sonntag, 02. Juli 2017

Live-Impressionen vom Festival gibt es dann im übrigen drüben bei Instagram zu begutachten.


Auf was man dagegen getrost verzichten kann..

Nr. 1: Die Wetter-Grännis

Im Bullshit-Bingo sind die Jammerlappen, die schon vor dem angekündigten Regen die Hosen nass haben, ganz prominent abzuhaken. Zieht euch halt anständig an und seid froh, dass nicht die Sonne den ganzen Tag mit 247 Grad runterbrennt. (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Sämtliche Sprüche in Verbindung mit dem Wetter, die ein johlendes «Hey, nimm's easy! Isch Ooupen-Ääoor!» mit sich bringen, haben ebenfalls ein zünftiges Batman-Robin-Meme verdient.)

Nr. 2: Der Dosenbach-Kindergarten

Die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Aber wie es aussieht, ist auch dieses Jahr wieder mit dem Anblick dieser dämlichen Neon-Schuhbändel zu rechnen. Abgesehen davon, dass man sich nicht genug oft an die eigene Stirn fassen kann, welcher Held diese glorreiche Promo-Idee abgesegnet hat: Wenn euch jemand gefällt, sprecht ihn oder sie an. Aber lasst bitte diesen unsäglichen Marketing-Mist links liegen. Das Sittertobel ist ja nicht der Pausenplatz einer Primarschule. Merkt man im übrigen auch daran, dass ansonsten der Festivaleintritt bereits für die 10-Jährigen kostenpflichtig wäre.

Nr. 3: The same procedure as every year..

Bacardi Dome.

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