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14 Tipps fürs m4music 2019

Donnerstag, 14. März 2019, 22:45 Uhr. elb. Heute startet die 22. Ausgabe des m4music in Zürich mit einer aussergewöhnlich grossen Anzahl an Hinguckern: Kettcar, Temples, Dendemann und vielen mehr. Photo: m4music
Haben Rap und Trap die Gitarren verdrängt? Diese Frage beschäftigte vergangenes Jahr im Vorfeld des m4music. Erst auf den zweiten Blick zeigte sich da, dass es das stark urbanlastige Line-Up des Zürcher Szenefestivals doch durchaus in sich hatte.

Dieses Jahr stellt sich diese Frage nicht: Da sind prominentere Namen, eine etwas ausgewogenere Programmierung – und ja, mehr Gitarren. Und zwar in der Masse, dass eine kleine Wegleitung durch die beiden Festivaltage geradezu notwendig scheint.

Den Anfang macht das erfrischend explosive Duo Ikan Hyu aus Winterthur/Zürich am Freitag ab 1915 auf der Showcase-Bühne vor dem Schiffbau. Die Wahl zum SRF3 Best Talent im November 2018 hat dem kontinuierlichen Aufstieg der beiden Multiinstrumentalistinnen weiter Schub gegeben. Diesen Sommer stehen u.a. das Open Air St. Gallen und das Gurtenfestival auf ihrem Tourplan.




Direkt im Anschluss folgt um 2000 im Exil einer der derzeit meistgehandelten Aufsteiger: Black Sea Dahu. Mit ihrem wohlig-warmen Folksound hat die Zürcher Band um Sängerin Janine Cathrein den Nerv der Zeit getroffen – und mit «In Case I Fall for You» einen Überhit gelandet. Über 1,5 Millionen Spotify-Streams lassen grüssen.




Der nächste Hit wartet um 2115 im Exil: Jessiquoi, das Berner-Elektropop-Energiebündel, das am m4music 2018 mit dem «Demotape of the Year» ausgezeichnet wurde. Zu Recht.




Ohne Elektronik gehts aber ebenfalls um 2115. In der Halle läuten die Mighty Oaks den deutschen Abend ein. Die Acoustic-Tour des Trios stiess bis anhin auf äusserst grossen Anklang: alle 20 Clubshows diesen Winter waren im Nu ausverkauft.




Wem in der Halle der Strom fehlt, der möge sich um 2145 ins Moods begeben, wo eine erste Abordnung des Berliner Qualitätslabels Staatsakt (Ja, Panik & Co) auf der Bühne stehen wird: International Music. Cooler, krautiger Indie-Rock.




Bereits um 2245 geht es in der Halle mit dem nächsten deutschen Hochkaräter weiter: Kettcar. Braucht man nicht viel zu sagen. Kult, Haltung, wunderbar.




Als wäre das noch nicht genug, folgt in der Halle um 0030 gleich die nächste Ikone. Was um die Jahrtausendwende mit Eins Zwo seinen Anfang nahm, ist glücklicherweise mittlerweile wieder aus der Versenkung hervorgekommen: Hallo Wort-, Reim- und Flow-König, hallo Dendemann!




Alternative 1 für Nicht-Hip-Hop-Fans. Elektronische Beatbastlereien nicht völlig weit weg von Mura Masa, Hudson Mohawke & Co ab 0100 im Exil von BLVTH.




Alternative 2 für Nicht-Hip-Hop-Fans ab 0115 in der Box. Imposanter Psychedelic-Rock aus St. Galler mit der Erscheinung himself, Lord Kesseli And The Drums.





Den ersten Höhepunkt am Samstag bildet der Auftritt von Steiner & Madlaina um 2100 im Moods. Dank ihrer eingängigen und klugen Chansons haben Nora Steiner und Madlaina Pollina einen steilen Aufstieg hinter sich. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland. Im Oktober das Debütalbum veröffentlicht, im kommenden Sommer auf den ganz grossen Bühnen – zum Beispiel am Southside und am Lollapalooza Berlin.




Ein Geheimtipp wird um 2115 von der Openair-Bühne aus den Vorplatz des Schiffbau mit krachendem Rock beschallen: Black Tropics aus Lausanne, die letztjährigen Gewinner der Demotape Clinic in der Sparte «Rock». Für Fans von Royal Blood.




Um 2230 dann eine tückische Lo-Fi-Pop-Überschneidung: Der feine Luzerner Virtuose Long Tall Jefferson im Moods tritt gegen den liebenswert schrägen Amerikaner Gus Dapperton im Exil an.






Den Samstags-Headlinerslot am m4music 2019 (Halle, 2300) hat sich die englische Antwort auf Tame Impala geangelt: Temples. Gross!




Und zuguterletzt das zweite Leckerli aus dem Hause Staatsakt: wunderbar schrammeliger, wunderbar melancholischer Indie-Rock der Marke Isolation Berlin – ab 0000 im Exil. Hingehn!





Für das m4music 2019 sind noch Tickets im Vorverkauf erhältlich. Der 2-Tagespass kostet 91 Franken, Tagestickets gibts für 61 Franken.

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